Le Bon Départ Kindertherapie
Grundgedanke der psychomotorischen Kindertherapie „le Bon Départ" ist, dass sich menschliches Verhalten aus verschiedenen Komponenten zusammensetzt, die sich untereinander beeinflussen. Diese verschiedenen Verhaltenskomponenten können theoretisch einzeln betrachtet werden, aber praktisch sind sie nicht voneinander zu trennen. Des Weiteren wird das Verhalten eines Kindes beeinflusst von seiner erblichen Anlage, seiner "Vorgeschichte" und seiners gegenwärtigen Lebensumgebung. Man kann von einem komplexen Zusammenspiel sprechen. Störungen einer oder mehrerer Verhaltenskomponenten als Folgeerscheinung einer erblich bedingten Störung und/oder eine Verstörung in der Vorgeschichte oder in der gegenwärtigen Lebensumgebung des Kindes haben Auswirkungen auf das Verhalten des Kindes und können zu einer disharmonischen Persönlichkeitsentwicklung führen.
Was beinhaltet psychomotorische Kindertherapie „le Bon Départ"?
Unter Psychomotorik versteht die psychomotorische Kindertherapie „le Bon Départ" die persönliche Art des Bewegens, worin sich Verhaltenskomponenten in Bezug auf erbliche Anlage, Vorgeschichte und gegenwärtige Lebensumgebung widerspiegeln und so ein ganz eigenes Bild entstehen lassen. Die psychomotorische Kindertherapie „le Bon Départ" setzt sich als Ziel, Kindern mit Verhaltensstörungen optimale Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten und das Wohlbefinden zu fördern. In spezifischen ‚Bewegungssituationen‘ unter Miteinbeziehung von Rhythmus, Klang, Form, Bewegung und Sprache arbeiten Kind und Therapeut an Auflösung oder Verminderung der Störung einer oder mehrerer Verhaltenskomponenten. Dies findet innerhalb eines therapeutischen Rahmens statt. Die Therapie bewegt sich zwischen zwei Polen: Auf der einen Seite steht motorisch ‚remidial teaching‘, auf der anderen Seite psychotherapeutische Behandlung. Ausserhalb der Therapie arbeitet der Therapeut zusammen mit Eltern, Begleitern und anderen Disziplinen an einer grösstmöglich effektiven Erziehungs- und Lehrsituation, um auf diese Weise den Veränderungsprozess zu unterstützen.
Die le Bon Depart – Therapie:
setzt sich zum Ziel, die Wahrnehmungs -, Handlungs -, Kontakt -, und Bewegungsfähigkeiten des Kindes zu fördern und untereinander zu koordinieren, basiert auf Entwicklungsthemen und Stärken des Kindes, unterstützt das Kind in seiner Persönlichkeitsentfaltung, vermindert den Leidensdruck und erleichtert den Umgang mit motorischen, sozialen oder emotionalen Schwierigkeiten.
Geeignet für Kinder, die ein oder mehrere der Verhaltensaspekte zeigen:
ungeschickte, steife Bewegungen Überbeweglichkeit Impulsivität Hypertonie oder Hypotonie zu wenig Körperbewusstsein Probleme mit Feinmotorik Schreibprobleme Kontra-Indikatoren Psychomotorische Kindertherapie im Rahmen ambulanter Hilfeleistungen ist nicht geeignet, wenn eindeutig von einem psychiatrischen Krankenbild, ernsthaft verstörtem Familienklima oder anderen sehr komplexen Problemen gesprochen werden kann. Sollte dies der Fall sein, wird nach einer passenden Alternative gesucht.
Letzte Änderung: 30. July 2009