Zungendiagnostik
Schon im alten China, Arabien und Griechenland wurden die Veränderungen auf der Zungenoberfläche als diagnostische Möglichkeit genutzt. Allerdings muss heute berücksichtigt werden, dass zwischen den damaligen und den heutigen Lebens- und Essgewohnheiten der Menschen und Völker gravierende Unterschiede bestehen, die es nicht gestatten, die alten Darstellungen (Bilder, Graphiken usw.) über die Zunge ohne weiteres zu übernehmen. Je mehr ein Arzt oder Heilpraktiker allein aus den äußeren Erscheinungsbild eines Patienten ersehen kann, desto schneller und präziser kann er weitere Methoden zur Befunderhebung heranzuziehen. Mit der Zungendiagnostik sind Arzt und Heilpraktiker in der Lage, sich sehr schnell einen sicheren Überblick über den Gesamtzustand des Verdauungstraktes zu verschaffen. "Die Zunge wird als Schaufenster des Verdauungstraktes bezeichnet". Die Zunge gibt ähnlich wie die Antlitzdiagnose, erste therapeutische Hinweise. In Folge lassen sich natürlich während der Therapie Veränderungen in positiver wie negativer Form erkennen. Diese wiederum helfen beim weiteren Verlauf der Behandlung. (Text: Christiane Krohn)
Letzte Änderung: 12. July 2010